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Parallelverkehr: was er kostet, was er bringt, wie man ihn misst
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In einem Satz
Parallelverkehr ist der Normalzustand eines Busnetzes. Bevor man ihn streicht, misst man ihn je Verbindung und je Frequenz — bis zum einzelnen Fahrgast.
Warum das zählt
Fast jeder Netzauftrag führt „Parallelverkehr“ als Mangel, dabei ist Überlappung der Normalzustand eines Busnetzes: In London bedienen zwei oder mehr Linien rund 40 % der Quelle-Ziel-Paare, in chinesischen Städten sind drei und mehr Linien je Straße üblich. Die Überlappung ist ein Tausch. Der Betreiber zahlt mit Fahrzeugen, mit Bussen, die gemeinsam an geteilten Haltestellen ankommen, und mit zwei Fahrplänen, die abzustimmen sind; der Fahrgast gewinnt kürzere Wartezeiten, wo sich Linien addieren, eine Direktfahrt von beiden Ästen und eine zweite Option, wenn eine Linie ausfällt.
Barzegari, Taubkin, Barsukov und Nourinejad (2026) geben dem Begriff die Schärfe, die Planung braucht. Sie trennen Abschnitts-Parallelverkehr (Fahrzeuge auf derselben Straße) von Verbindungs-Parallelverkehr (dieselbe Halt-zu-Halt-Verbindung durch verschiedene Linien, auch über verschiedene Straßen), nehmen die Linienvariante — Linie, Alternative, Richtung — als Einheit und gewichten jede Variante mit ihren Fahrten je Stunde gegen die stärkste auf dem Abschnitt: eine Linie mit 12 und eine mit 1 Fahrt je Stunde auf einer Straße sind nicht „zwei Linien“, sondern ein Parallelverkehr von 1,08. Gemessen an den Verbindungen, die Fahrgäste tatsächlich nutzen können, fällt Parallelverkehr um eine Größenordnung geringer aus, als die Karte nahelegt — eine Express-Variante kann 100 % einer Trasse und 4–7 % ihrer Verbindungen abdecken — und er ändert sich zwischen Spitze und Nebenzeit.
Der letzte Schritt ist der einzelne Fahrgast: Einstieg, Ausstieg, ein Satz Optionen und der erste Bus, der passt. Eine agentenbasierte Simulation trifft diese Wahl für jede simulierte Person auf dem realen Fahrplan — so wird Parallelverkehr messbar als die Fahrgäste, die jede Variante gewinnt, als die Verbindungen, die nur eine Variante bietet, und als die Fahrgäste, die beim Kürzen einer Variante verloren gehen.
Quellen
- Barzegari, V., Taubkin, G., Barsukov, P. & Nourinejad, M. (2026). A comprehensive analysis of duplication in public transportation. Transportation Research Part A: Policy and Practice, 204, 104747. doi:10.1016/j.tra.2025.104747 (Open Access, CC BY 4.0) — Definitionen, die frequenzgewichtete Kennzahl und die Verbindungs-Sicht.
- Überlappungswerte für Harbin, Seoul und London nach den dort zitierten Feng et al. (2016), Seo et al. (2020), Martinez & Eduardo (2012).
- Vuchic, V. R. (2005). Urban Transit: Operations, Planning and Economics. Wiley. · Walker, J. (2012). Human Transit. Island Press, Kap. 12.
- VDV (2019). VDV-Schrift 4: Verkehrserschließung, Verkehrsangebot und Netzqualität im ÖPNV. · FGSV (2010). EAÖ.
- Schematische Darstellung; Takte und Fahrgastanteile im Korridor sind illustrativ.
In Replan
Replan Transit rechnet die Lambda-Operation PT Service Overlap: jeder Abschnitt, auf dem Linien in kurzen Abständen parallel fahren, mit Länge und gemeinsamem Takt; „Parallelverkehr reduzieren“ ist ein Ziel beim Erzeugen von Netzalternativen. Replan SIM weist jeden simulierten Fahrgast einer Variante auf dem realen Fahrplan zu — der gemeinsame Abschnitt zeigt Auslastung je Linie, die Verbindungen, die nur eine Variante bietet, und die Fahrgäste, die beim Kürzen einer Variante verloren gehen.
Was Sie sehen
- 00.0Zwei Linien, eine Straße
- 09.0Was es kostet, was es bringt
- 19.0Zwei Arten von Parallelverkehr
- 29.0Frequenz, nicht nur Geometrie
- 40.0Bis zum einzelnen Fahrgast
- 52.0In Replan
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